Ich sehe Polizeigewalt.
Was kann ich tun?
Auch wenn jemand eine Straftat begangen oder Polizist*innen angegriffen hat, darf die Polizei nicht machen, was sie will. Betroffene von Polizeigewalt sind in unserer Gesellschaft vor allem diskriminierte, gefährdete Menschen.
1. HINSCHAUEN
Deine Anwesenheit schützt die betroffene Person:
- Bleibe stehen, beobachte die Situation, Du hast das Recht dazu.
- Bitte auch andere stehen zu bleiben und greife nicht ein.
- Jeder Mensch darf Beistand sein.
2. DOKUMENTIEREN
Halte die Situation fest, um als Zeug*in/Beistand zu handeln oder
selbst eine Anzeige zu machen:
- Notiere Ort, Zeit, Geschehen und Personen.
- Notiere Dienstnummern und Kennzeichen der Polizei.
- Verlange ggf. die Einsatzleitung.
- Du darfst den Einsatz als Beweismittel filmen.
Nimm etwas Abstand dabei.
3. GEMEINSAM HANDELN
- Notiere die Kontaktdaten von anderen Zeug*innen.
- Biete Dich der betroffenen Person als Zeug*in an, tausche Kontakte aus.
- Informiere die betroffene Person über die Beratungsstellen.
- Bei Verletzungen können sich Betroffene an die Gewaltschutzambulanz wenden.
- !! Nur diese Gutachten haben vor Gericht Gültigkeit !!
- Wichtig: bei akuten Verletzungen zunächst in die nächste Rettungsstelle gehen und ärztliches Gutachten verlangen.
- Wende Dich auch selbst an eine Beratungsstelle – besonders im Falle einer Festnahme. Das geht anonym.
4. WENDE DICH AN
KOP-Berlin
Kampagne für Opfer (rassistischer) Polizeigewalt:
https://www.kop-berlin.de
Gewaltschutzambulanz
030 450 570 270
https://gewaltschutzambulanz.charite.de
5. INFORMIERE DICH
Victim Veto
Stiftung für Opfer rechtswidriger Polizeigewalt
https://www.victim-veto.org
